5 Fakten, die man über MHD wissen sollte

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04 Jul 5 Fakten, die man über MHD wissen sollte

„Afro Trap“ ist der neue Sound der seit knapp einem Jahr Frankreich erobert. Es ist der Mix aus zeitgenössischer afrikanischer Tanzmusik gepaart mit Raps im aktuellen Stil. Erfunden hat diese potente Mischung ein gerade mal 21-jähriger Pariser aus dem 19. Arrondissement. Als Sohn eines Vater aus Guinea und einer Mutter aus dem Senegal wuchs er mit afrikanischer Musik auf. Als junger, urbaner Europäer versuchte er jedoch zunächst als klassischer Trap-Rapper sein Glück. Als er die beiden Einflüsse miteinander verband, wurde er binnen kürzester Zeit zum Internet-Phänomen und darüber hinaus.

Am 18. August wird MHD teil des Line-Ups des Hype Festivals in Köln sein. Eine gute Gelegenheit einen genaueren Blick auf den jungen Mann zu werfen, der gerade Frankreichs Rap-Landschaft auf den Kopf stellt.

1. Bis vor wenigen Monaten war er noch ein gewöhnlicher Pizzabote.

MHDs kometenhafter Aufstieg begann vergangenen August. Damals war er mit Freunden im Urlaub in Südfrankreich und lud nur zum Spaß einen kurzen Freestyle über den Track der nigerianischen Gruppe P-Square ins Netz. Einmal online verbreitete sich dieser wie ein Lauffeuer und es wurde direkt nach Nachschub des frischen Sounds verlangt. „Afro Trap“ war geboren und MHD konnte seine Job als Pizzabote an den Nagel hängen. Nur 5 Monate später bestritt er als Vorgruppe die Frankreich-Tour von Booba.

2. Seine „Afro-Trap“-Videos wurden schon über 150 Millionen mal gesehen.

Nachdem sein Ferien-Freestyle und das nachfolgende Handy-Video (s.o.) durch die Decke gingen, ließ MHD für alle Teile seiner mittlerweile 6 Teile umfassenden „Afro-Trap“-Serie auch noch etwas professionellere Videos drehen. Allerdings blieb weiterhin alles in Eigenregie und der Look unverfälscht.

Meist drehen sich die Clips primär um MHD und seine Homies, wie sie die Lyrics und die dazugehörigen Azonto-Dancemoves performen. Erst im September 2015 ging MHDs Youtube-Kanal online, bis heute wurden die Afro-Trap-Teile 2-6 dort über 143 Millionen mal geklickt. Die 10 Millionen Views des ersten Parts „La Moula“, der nicht über seinen Kanal veröffentlicht wurde, kommen hinzu.

3. Er ist Fan von Bayern München.

Auch wenn sein Heimatverein Paris St. Germain sowie Girondis Bordeaux noch höher in der Gunst des Newcomers stehen, so ist zumindest international betrachtet der deutsche Rekordmeister sein favorisierter Fußball Club. An Schweini, Neuer und Co gefalle ihm besonders „Spielweise und Teamspirit“.

Seine Vorliebe für den FCB ist besonders im Video zu seinem größten Hit „Afro Trap Part.3 (Champions League)“ klar zu erkennen:

4. Er konnte eine Grammy-Gewinnerin als Feature für sein Debütalbum gewinnen.

Im April erschien schließlich MHDs selbstbetiteltes Debütalbum und schoss bis auf Platz 2 der französischen Charts. Den Closing Track der LP entstand in Zusammenarbeit mit Angélique Kidjo, ihres Zeichens weltberühmte Sängerin aus Benin, die bereits dreifach mit dem Grammy ausgezeichnet wurde und mittlerweile in New York lebt.

Knapp vor dem Abgabetermin der LP hatte man die afrikanische Ikone erreichen können und sie zeigte sich begeistert von der Idee. Kurze Zeit später war die Kollabo im Kasten.

5. Er tourt mittlerweile auf drei Kontinenten

Die Zeit als Vorgruppe bei Booba hat MHD genutzt, um wichtige Live-Erfahrungen zu sammeln. Denn diesen Sommer wird der „Afro Trap“-Vorreiter nicht nur ausgiebig die Festivals in weiten Teilen Europas bespielen, er hat auch bereits Auftritte in New York und Montreal hinter sich gebracht.

Und natürlich wird seine Musik auch im französischsprachigen Teil Afrikas gehört. Während eine komplette Westafrika-Tour noch vor ihm liegt, begleite Noisey MHD bereits als er seinen ersten Auftritt im Heimatland seines Vaters, Guinea, absolvierte.

Fotocredit: Instagram